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Luise-Büchner-Preis für FAZ-Redakteurin Julia Voss

Luise-Büchner-Preis für FAZ-Redakteurin Julia Voss

Foto: André Hirtz, Darmstädter Echo


Die FAZ-Redakteurin Julia Voss erhielt am 1. Dezember 2013 in Darmstadt den Luise-Büchner-Preis für Publizistik. Die Jury lobte Voss' kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichberechtigung.

Ihre Entscheidung begründete die Jury mit Voss' kritischer Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichberechtigung. „In ihren Artikeln zur Kunst- und Wissenschaftsgeschichte beschreibt Voss sach- und fachkundig die Vorurteile gegen die künstlerische Arbeit von Frauen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart“, sagte Agnes Schmidt, Vorsitzende der Luise-Büchner-Gesellschaft. Julia Voss mache auf Ausstellungen vergessener Künstlerinnen außerhalb des offiziellen Kunstbetriebs und etablierten Kunstinstitutionen aufmerksam. Schmidt: „Julia Voss beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Diskriminierung von Künstlerinnen, sondern sie beschreibt auch die einseitige Interpretation der Geschlechterverhältnisse in der Geschichte durch männliche Historiker.“
Die Laudatorin Beate Söntgen, Professorin für Kunstgeschichte, lobte Voss' Arbeit als Redakteurin und Wissenschaftlerin. „Es gibt zwei Arten von Journalisten. Die, die Antworten geben und die, die Fragen stellen.“ Julia Voss gehöre ohne Zweifel zu Zweiteren, sagte Söntgen. „Wenn sie mich fragen würden, wen ich mehr schätze, die Journalistin oder die Wissenschaftlerin – ich könnte mich nicht entscheiden. Und das muss ich auch nicht. Denn Beides ist bei Julia Voss unauflösbar miteinander verbunden.“
Voss, die die Auszeichnung sichtlich berührt und unter Tränen entgegennahm, musste sich von Luise Büchner zunächst ein eigenes Bild machen. „Bis zu dieser Auszeichnung wusste ich nicht, wer Luise Büchner war.“ Das sei beschämend, sagt Voss, zeige aber auch deutlich, wie wenig bekannt Frauenrechtlerinnen des 19. Jahrhundertes heute seien. „Luise war eine hervorragende Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.“
Dass der Preis eine große Bedeutung für sie hat, bewies die FAZ-Redakteurin nochmals in ihren Schlussworten. „Es erfüllt mich mit Glück, Staunen und Stolz, dass es Frauen wie Luise Büchner gab, die für ihre Rechte kämpften.“ Der Preis werde sie „beflügeln, wenn ich mich als Frau wieder einmal ungerecht behandelt fühle.“

Erste Preisträgerin war die Journalistin Bascha Mika (2012).

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